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Make

Make ist eine cloudbasierte No-Code-Automatisierungsplattform mit visuellem Workflow-Editor, die über 3.000 Anwendungen und Dienste miteinander verbindet, um Geschäftsprozesse ohne Programmierkenntnisse zu automatisieren.

Ausführliche Erklärung

Make ist eine Integrationsplattform, die es Unternehmen ermöglicht, wiederkehrende Aufgaben zwischen verschiedenen Softwareanwendungen zu automatisieren. Der Kern der Plattform ist ein visueller Editor, in dem Nutzer sogenannte "Szenarien" per Drag-and-Drop erstellen: Module repräsentieren einzelne Anwendungen oder Aktionen, die durch Linien verbunden werden und so den Datenfluss sichtbar machen. Make wurde ursprünglich als Integromat in Tschechien gegründet und 2020 vom deutschen Process-Mining-Unternehmen Celonis übernommen. Im Februar 2022 erfolgte das Rebranding zu Make. Heute ist Make eine eigenständige Geschäftseinheit innerhalb von Celonis und erreicht über 350.000 Organisationen weltweit.

Für österreichische und deutsche KMU ist Make besonders relevant, weil die Plattform ohne IT-Abteilung oder Entwicklerressourcen einsetzbar ist. Typische Anwendungsfälle sind die Synchronisierung von CRM-Systemen mit Buchhaltungssoftware, automatisches Weiterleiten von Leads aus Marketing-Tools, oder die Anbindung von E-Commerce-Plattformen an Lagerverwaltungssysteme. Make bietet sowohl einfache Trigger-Aktionen-Automatisierungen als auch komplexe mehrstufige Workflows mit bedingter Logik, Fehlerbehandlung und Datenverarbeitung. Die Plattform unterstützt auch Webhooks und HTTP-Module für individuelle API-Anbindungen, wenn vorgefertigte Integrationen nicht ausreichen.

Make arbeitet nach einem Credit-basierten Preismodell: Jede Modulaktion in einem Szenario verbraucht Credits. Ein kostenloser Plan mit 1.000 Credits pro Monat ermöglicht das Testen der Plattform. Kostenpflichtige Pläne beginnen bei rund 9 Euro monatlich. Die Plattform ist DSGVO- und SOC 2 Type II-konform und bietet regionale Datenhaltung in Europa oder Nordamerika. Im Vergleich zu Alternativen wie Zapier punktet Make durch tiefere Workflow-Logik und günstigere Skalierung, während n8n als Open-Source-Alternative mehr Kontrolle bei höherem technischem Aufwand bietet.

Praxisbeispiel

Eine oberösterreichische Steuerberatungskanzlei mit 12 Mitarbeitern nutzt Make, um eingehende Mandantenrechnungen automatisch zu verarbeiten. Wenn eine Rechnung als PDF per E-Mail eintrifft, extrahiert Make die Daten, legt die Rechnung in einem strukturierten Google Drive-Ordner ab und erstellt automatisch einen Eintrag in der Buchhaltungssoftware sevDesk. Gleichzeitig erhält der zuständige Steuerberater eine Slack-Benachrichtigung zur Freigabe. Die Kanzlei spart dadurch rund 30 Minuten pro Tag und minimiert Übertragungsfehler.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026