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Förderfähigkeit

Förderfähigkeit bezeichnet die Erfüllung aller formalen, inhaltlichen und projektbezogenen Voraussetzungen, die ein Unternehmen oder Vorhaben erfüllen muss, um öffentliche Fördergelder für Digitalisierungs- oder KI-Projekte zu erhalten.

Ausführliche Erklärung

Die Förderfähigkeit ist der zentrale Prüfmaßstab, anhand dessen Förderagenturen wie die Austria Wirtschaftsservice (AWS), die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Österreich oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Deutschland entscheiden, ob ein Unternehmen Zugang zu staatlichen Zuschüssen oder vergünstigten Krediten erhält. Sie setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: formalen Kriterien wie Unternehmensgröße, Standort und Branchenzugehörigkeit, inhaltlichen Anforderungen an das Projekt selbst sowie projektbezogenen Voraussetzungen wie Nachweis der Restfinanzierung oder Einhaltung von Fristen.

Praxisbeispiel

Eine Steuerberatungskanzlei mit 18 Mitarbeitern in Linz plant die Digitalisierung ihrer Mandantenakten und die Einführung eines cloudbasierten Dokumentenmanagementsystems. Sie prüft zunächst ihre Förderfähigkeit für KMU.DIGITAL: Die Unternehmensgröße liegt unter der 250-Mitarbeiter-Grenze, der Standort ist in Österreich, und die Maßnahme ist noch nicht gestartet. Nach positiver Prüfung lässt sich die Kanzlei durch einen zertifizierten Digital Consultant beraten und erhält eine Förderung von 80 Prozent für die Status- und Potenzialanalyse sowie 30 Prozent für die Umsetzung des Projekts.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2026