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FFG (Forschungsförderungsgesellschaft)

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderagentur für unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Sie finanziert F&E-Projekte von KMU, Start-ups und Großunternehmen und unterstützt bei der internationalen Vernetzung.

Ausführliche Erklärung

Die FFG wurde 2004 gegründet und steht zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich. Die Träger sind das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET). Als zentrale Anlaufstelle vergibt die FFG Fördermittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte und trägt maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und Unternehmen am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu machen.

Für KMU sind vor allem das Basisprogramm (bis 3 Millionen Euro Projektvolumen mit in der Regel 50 % Förderquote) und die Kleinprojekt-Förderung (bis 150.000 Euro Gesamtkosten mit bis zu 60 % Zuschuss) relevant. Darüber hinaus fördert die FFG kooperative F&E-Projekte, thematische Programme zu Digitalisierung und KI sowie die Projektvorbereitung über das Programm Projekt.Start. Die Förderungen sind technologie- und themenoffen ausgeschrieben, wobei Innovationsgehalt, technisches Risiko und konkretes Verwertungspotenzial zentrale Bewertungskriterien darstellen.

Die FFG agiert zudem als Kontaktstelle für europäische Förderprogramme wie Horizon Europe und unterstützt österreichische Unternehmen bei der Antragstellung für internationale Kooperationsprojekte. Sie betreibt die Agentur für Luft- und Raumfahrt und wickelt seit 2022 auch Digital Innovation Hubs ab, die KMU bei der digitalen Transformation und dem Einsatz von KI-Technologien niederschwellig unterstützen. Viele Bundesländer stocken FFG-Förderungen mit eigenen Landesmitteln auf, sodass sich höhere Gesamtförderquoten ergeben können.

Praxisbeispiel

Ein oberösterreichisches Metallverarbeitungsunternehmen mit 45 Mitarbeiter:innen entwickelt ein KI-gestütztes System zur vorausschauenden Wartung von Produktionsanlagen. Das Unternehmen beantragt über das FFG-Basisprogramm eine Förderung für das zweijährige F&E-Projekt mit Gesamtkosten von 480.000 Euro. Die FFG bewilligt 50 % (240.000 Euro), bestehend aus einem Zuschuss und einem zinsgünstigen Darlehen. Das Land Oberösterreich stockt zusätzlich auf.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2026