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KI-Entwicklung

KI-Entwicklung bezeichnet die eigenständige Erstellung oder Anpassung von KI-Lösungen durch ein Unternehmen, meist in Kooperation mit Entwicklungspartnern oder Forschungseinrichtungen. Im Förderkontext unterscheidet sie sich von der reinen KI-Anwendung durch den Innovationscharakter des Vorhabens.

Ausführliche Erklärung

KI-Entwicklung umfasst alle Tätigkeiten, bei denen Unternehmen neue KI-Systeme konzipieren, programmieren, trainieren und für den eigenen oder kommerziellen Einsatz vorbereiten. Dies kann die Entwicklung eigener Algorithmen, die Anpassung bestehender Machine-Learning-Modelle an spezifische Unternehmensdaten oder die Integration von KI-Komponenten in bestehende Produkte bedeuten. Anders als beim Kauf einer fertigen KI-Lösung entsteht hier neues technisches Know-how im Unternehmen.

Für KMU in Österreich und Deutschland ist KI-Entwicklung vor allem im Rahmen von Förderprogrammen relevant, die vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützen. In Österreich fördert die FFG etwa anwendungsorientierte Forschung im Rahmen der AI Mission Austria, während die aws mit Programmen wie AI-Adoption innovative KI-Vorhaben bis 150.000 Euro unterstützt. In Deutschland sind Programme wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand oder KMU-innovativ des BMBF für KI-Entwicklungsprojekte zugänglich.

Wesentliches Kriterium für Förderfähigkeit ist meist die Innovationshöhe: Die geplante KI-Lösung muss einen deutlichen Mehrwert gegenüber etablierten Verfahren bieten und technisch anspruchsvoll sein. Viele Programme setzen voraus, dass der Antrag vor Projektbeginn gestellt wird und dass das Unternehmen über nachgewiesenes Fachwissen in der Informatik verfügt oder mit geeigneten Forschungspartnern kooperiert. Die Förderquoten liegen je nach Programm und Unternehmensgröße zwischen 25 und 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Praxisbeispiel

Ein österreichisches Maschinenbauunternehmen mit 85 Mitarbeitern entwickelt gemeinsam mit einer Fachhochschule ein KI-System zur vorausschauenden Wartung seiner Anlagen. Das Projekt umfasst Datenaufbereitung, Entwicklung eines spezifischen Machine-Learning-Modells und Integration in die bestehende Steuerungssoftware. Das Unternehmen beantragt über die FFG eine Förderung im Basisprogramm und erhält 45 Prozent der Projektkosten als Zuschuss.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2026