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KI-Beratung

KI-Beratung bezeichnet die externe fachliche Unterstützung bei der Analyse, Planung und Einführung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Sie umfasst die Identifikation geeigneter Anwendungsfälle, Strategieentwicklung und Umsetzungsbegleitung.

Ausführliche Erklärung

KI-Beratung hilft Unternehmen, Künstliche Intelligenz systematisch und wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen. Externe Beraterinnen und Berater analysieren bestehende Prozesse, identifizieren Potenziale für KI-Anwendungen und priorisieren Use Cases nach Machbarkeit und Nutzen. Der Schwerpunkt liegt nicht primär auf der technischen Umsetzung, sondern auf strategischen Fragen: Welche Geschäftsprozesse profitieren tatsächlich von KI? Welche Daten und IT-Infrastruktur sind vorhanden? Welche organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden?

Für kleine und mittlere Unternehmen ist KI-Beratung besonders relevant, da intern oft sowohl das Fachwissen als auch die Kapazität für eine fundierte Analyse fehlen. Berater bringen Erfahrung aus vergleichbaren Projekten mit und können realistische Einschätzungen zu Aufwand, Kosten und erzielbaren Verbesserungen geben. Sie helfen dabei, typische Fehler zu vermeiden – etwa Pilotprojekte ohne klare Integration in den Betrieb oder Investitionen in KI-Tools ohne tragfähiges Datenmanagement.

Eine professionelle KI-Beratung umfasst typischerweise mehrere Phasen: Zunächst eine Potenzialanalyse, bei der konkrete Anwendungsfälle identifiziert und priorisiert werden. Darauf folgt eine Machbarkeitsprüfung, die Datenverfügbarkeit, IT-Integration und Compliance-Anforderungen klärt. Schließlich wird eine Roadmap mit konkreten Umsetzungsschritten, Ressourcenplanung und Erfolgskennzahlen entwickelt. Je nach Bedarf begleiten Berater auch die Implementierung, Schulung von Mitarbeitenden und den laufenden Betrieb.

In Österreich und Deutschland wird KI-Beratung durch verschiedene Förderprogramme finanziell unterstützt. In Österreich fördert das Programm KMU.DIGITAL Beratungsleistungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten. In Deutschland bietet die BAFA-Förderung für Unternehmensberatung Zuschüsse von bis zu 80 Prozent für KMU in strukturschwachen Regionen. Diese Förderungen senken die Einstiegshürde erheblich und ermöglichen es auch kleineren Unternehmen, externe Expertise in Anspruch zu nehmen.

Praxisbeispiel

Ein Steuerberatungsbüro mit 18 Mitarbeitenden in Linz beauftragt eine KI-Beraterin über KMU.DIGITAL. Diese analysiert die internen Abläufe und identifiziert drei Bereiche mit hohem Automatisierungspotenzial: Belegerfassung, Routineanfragen von Mandanten und Fristenverwaltung. Die Beratung liefert eine priorisierte Roadmap mit Kostenabschätzung und Empfehlungen für datenschutzkonforme Tools. Dank der 50-Prozent-Förderung kostet die Beratung die Kanzlei 1.750 Euro Eigenanteil.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2026