Foerderung einsteiger

ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein Förderprogramm des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das KMU mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützt – technologie- und branchenoffen mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

Ausführliche Erklärung

Das ZIM fördert die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen durch marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie weitere mittelständische Unternehmen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten, wobei größere Unternehmen (500-1.000 Mitarbeitende) nur in Kooperation mit einem KMU gefördert werden. Auch nichtwirtschaftlich tätige Forschungseinrichtungen können als Kooperationspartner von Unternehmen teilnehmen.

Die Förderung erfolgt in verschiedenen Modulen: Einzelprojekte für einzelbetriebliche FuE-Vorhaben, Kooperationsprojekte zwischen mindestens zwei Unternehmen oder einem Unternehmen mit einer Forschungseinrichtung, sowie Innovationsnetzwerke aus mindestens sechs KMU. Zusätzlich werden Durchführbarkeitsstudien zur Projektvorbereitung und Leistungen zur Markteinführung bezuschusst. Seit Januar 2025 gelten optimierte Förderrichtlinien mit höheren Fördersätzen, längeren Laufzeiten und erweiterten Möglichkeiten zum Einsatz externer Expertise.

Die Förderhöhe richtet sich nach Unternehmensgröße, Projektform und Standort. Bei Einzelprojekten sind bis zu 690.000 Euro förderfähig, bei Kooperationsprojekten bis zu 560.000 Euro pro Unternehmen (maximal 3 Millionen Euro gesamt). Die Förderquoten liegen je nach Konstellation zwischen 25 und 60 Prozent. Forschungseinrichtungen werden mit bis zu 100 Prozent gefördert. Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt.

Wichtig für österreichische Unternehmen: Das ZIM ist ein deutsches Förderprogramm. Nur Unternehmen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland können Förderung beantragen. Internationale Partner können an Projekten beteiligt werden, müssen ihre Finanzierung jedoch selbst sicherstellen – etwa über nationale Förderprogramme im eigenen Land. Für grenzüberschreitende Kooperationen existieren bilaterale Ausschreibungen mit verschiedenen Ländern.

Praxisbeispiel

Ein deutscher Maschinenbauer mit 120 Mitarbeitenden entwickelt gemeinsam mit einer Hochschule ein KI-gestütztes Qualitätssicherungssystem für die Fertigung. Das Kooperationsprojekt hat ein Gesamtvolumen von 480.000 Euro beim Unternehmen. Bei einer Förderquote von 45 Prozent erhält das Unternehmen einen Zuschuss von 216.000 Euro, die Hochschule wird mit 100 Prozent gefördert. Über ZIM kann zusätzlich eine Durchführbarkeitsstudie vorab sowie Beratungsleistungen zur Markteinführung bezuschusst werden.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2026